Grünkraft zum Essen – Grüne Erbsen – Minze – Salat

Besonders jetzt im Frühling, wenn das junge Gemüse heranreift und wir es frisch aus dem Garten auf den Tisch holen können, merken wir die von Hildegard von Bingen so genannte veriditas – die Grünkraft. Es ist ihre sinnbildliche Bezeichnung für das Leben. Wir merken es jedes Jahr aufs Neue, wenn sich die ersten Kräuter und Pflanzen ihren Weg aus der Erdscholle ans Sonnenlicht bahnen. Mit der Grünkraft hat uns Hildegard auch ein Heilmittel zum Beispiel bei nachlassender Sehstärke gegeben. Man soll sich auf eine Wiese setzen und so lange ins grüne Gras starren, bis einem sprichwörtlich die Augen überlaufen.

Im folgenden Rezept wurden lauter grüne Zutaten verwendet. Gurken, die so gut wie keine Heilkraft besitzen, da sie viel Wasser enthalten, also eher bei den neutralen Lebensmitteln einzuordnen sind, als Gewürzzutat die Minze. Über die Erbsen sagt Hildegard:

Die Erbsen wirken durch ihren Inhaltsstoff kühlend und auch etwas verschleimend. Die Lunge wird davon beengt. Ein hitziger Mensch kann normalerweise Erbsen essen und wird dadurch draufgängerisch……..Aber den Menschen, die schwache Eingeweide (Bruchleiden, Hämorrhoiden oder Krampfadern) haben, wird es besser gehen.

40 min.

einfach

für 4 Portionen

Zutaten

  • 300 g Erbsen frisch oder TK
  • 1 Salatgurke
  • 2 Frühlingszwiebel
  • 1 Bund Minze
  • 1 Biozitrone3 EL Leindotteröl
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Honig
  • Steinsalz
  • Kubebenpfeffer
  • 150 g Ziegenfrischkäse

Zubereitung

Salatgurke schälen, längs halbieren, mit einem Löffel entkernen und in schmale Stücke schneiden. Frühlingszwiebel putzen, waschen und in schmale Ringe schneiden. Die Minze waschen und Blätter abzupfen. Die Erbsen blanchieren und abtropfen lassen.

Die Zitrone heiß abwaschen, mit einem Zestenreißer schälen, Zitrone auspressen.

Für die Soße Zitronensaft, Öl, Senf, Honig, Salz und Pfeffer verrühren.

Die Erbsen, Gurkenstücke, Frühlingszwiebel, Minzeblättchen und Zitronenzesten mit der Salatsoße vermengen.

Zum Servieren den Ziegenfrischkäse als Flocken drauf setzen.

 Das Essen soll zuerst das Auge erfreuen und dann den Magen

Johann Wolfgang von Goethe

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