Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit

Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit

Im Wechsel der Jahreszeiten verändern sich in unserem Körper die Funktionen der Organe und  haben daher Einfluß auf unser Befinden

Während der kalten Jahreszeit waren wir mehr auf Rückzug eingestellt, sich zu Hause in eine warme Decke kuscheln und sich weniger im Freien aufhalten. Wie die Tiere, die sich hinter einer dicken Speckschicht verstecken, so haben wir uns in unsere beheizten Wohnräume zurück gezogen. In der kalten Jahreszeit läuft unser Stoffwechsel auf Hochtouren, während es für unser Herz- Kreislauf-System mehr eine Phase der Erholung ist. Durch diese Regeneration bilden sich aber viele Schlackenstoffe im Körper. Wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen, wir uns mehr im Freien aufhalten, Fahrrad fahren oder im Garten arbeiten, leiten wir durch diese vermehrte Bewegung wichtige Stoffwechselfunktionen ein, die Reinigung unseres Organismus. Die angesammelten Stoffwechselschlacken werden vom Blutstrom mitgerissen und den Ausscheidungsorganen wie der Leber zugeführt. Bevor diese Giftstoffe ausgeschieden werden können, fühlen wir uns matt und antriebslos. Das, was man im Volksmund unter Frühjahrsmüdigkeit versteht, erwischt uns jetzt durch die Veränderung der Stoffwechselprozesse in unseren Organen.

Hildegard von Bingen hat neben anderen Empfehlungen zum Beispiel den Wermutkräuterwein genannt, als Meister der Erschöpfung, weil gerade die Bitterstoffe des Wermut die inneren Organe, besonders Leber und Nieren zur Sekretion, also zur Reinigung anregen und somit dafür sorgen, dass die Stoffwechselschlacken schnell ausgeschieden werden können und wir uns wieder topfit und leistungsfähig fühlen.